Softwaretechnik - Seite 2 |
| 20.09.2006, 16:57 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| ed209 |
Genau so seh ich das: Ein guter Entwurf erleichter nicht nur die Implementierung, sondern macht das Programm auch übersichtlicher und wiederverwendbarer. Zusätzlich können in einer gut durchgeführten Entwurfsphase Fallstricke frühzeitig erkannt werden, so daß man eventuell vermeidet Code wegzuwerfen, weil man an bestimmte Dinge gar nicht gedacht hatte. Gleichzeitig ist ein guter Entwurf nichts was man sich einfach so aus dem Ärmel schütteln kann. Es gibt zwar gewisse Richtlinien an die man sich dabei halten kann (z.B. die "Design Patterns" bei Objektorientierter Programmierung), aber es ist vor allem eine Sache von Erfahrung. Früh zu üben wie man entwirft ist demnach nicht unwichtig. Gruss, Peter |
||
|
|
|||
| 14.03.2007, 07:52 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| Schneemann |
Das klingt in der Theorie wirklich gut, aber ich bezweifle dass es in der Praxis wirklich umsetzbar ist. Nach meiner Erfahrung entwickeln sich Programme immer sehr iterativ, d.h. man entwickelt eine Alpha-Version übergibt sie dem Kunden der viel drann zu bemängeln hat. Anschließend werden die Änderungen eingebaut und wieder eine Anwendungsphase gestartet usw. Am Ende dieses Prozesses steht leider zumeist ein Produkt dass nur noch wenig Ähnlichkeit mit der ersten Alphaversion aufweist. D.h. ein fertiges Konzipieren vor der Auslierferung ist praktisch überhaupt nie möglich, weil man bei der Planung am grünen Tisch einfach nie alles bedenken kann und dies dem Kunden auch nicht vollständig rüberbringen kann. Sicher sollte man aber nie einfach drauf los programmieren, sondern sich vorher grob im Klaren sein was man möchte und wie es zu realisieren ist. Nur sollte man auch nicht der Illusion aufsitzen man könne Programme schon vor der ersten programmierten Zeile komplett durchdesignen. Sowas klappt genausowenig wie ein neues Automodell in Serienfertigung zu bauen ohne einen einzigen Prototyp zu haben und ohne Testfahrten zu machen. Gruß, Schneemann |
||
| 20.07.2007, 08:56 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| madde |
Genau deshalb folgt nach der Hochschule der erste Praxisschock. Das kann im schlimmsten Fall soweit gehen, dass man auf die Planung wegen Zeitmangel völlig verzichten muss und das ist nicht nur in kleinen Klitschen so. |
||
| 20.07.2007, 11:08 | Auf diesen Beitrag antworten » | ||
| ed209 | In manchen Betrieben kommt es wirklich nur drauf an, schnell irgendwas zusammenzuhauen, was nachher in der Wartung mal richtig teuer werden kann. Es gibt aber auch Bereiche in denen nach modernen softwaretechnischen Prinzipien gearbeitet wird und die Kunden sogar verlangen, daß sich die Entwickler an den Prozess halten. Bei meinem Praktikum mußte ich sogar für das gammeligste Hilfstool vorher eine Architekturbeschreibung schreiben. Gruß, ED PS: Wenn du schlau bist, suchst du dir eine Firma die vernünftig entwickelt. Sonst setzen sie dich erstmal an einen Klumpen undokumentierten und schlecht geschriebenen Code, den du dann weiterpflegen sollst. |
||
| Anzeige | |||
|
|
|||
|
|

