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Zum Ende der Seite springen Ein paar Fragen zum Beruffsfeld Informatik
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ArthurDent
Grünschnabel


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Ein paar Fragen zum Beruffsfeld Informatik Auf diesen Beitrag antworten Zitatantwort auf diesen Beitrag erstellen Diesen Beitrag editieren/löschen Diesen Beitrag einem Moderator melden       Zum Anfang der Seite springen

Hey, ich bin ein 16 jähriger Schüler in der Oberstufe und muss im Rahmen einer Berufsorientierungsphase ein Referat über einen Beruf, basierend auf einem Interview, halten.

Da ich nun leider in meinem Bekanntenkreis niemanden kenne, der Softwareentwickler (oder allgemein Informatiker) ist, wollte ich mal hier fragen, ob mir jemand Rede & Antwort stehen würde.

Schon mal Danke im Vorraus! & Ich kann entweder, wenn jemand möchte, die Fragen hier im Forum posten oder per email, einfach mir die Adresse per pn schicken!

MfG,
ArthurDent smile
05.12.2013 17:00 ArthurDent ist offline Beiträge von ArthurDent suchen Nehmen Sie ArthurDent in Ihre Freundesliste auf
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Hi,

ich bin Software Consultant. Stelle ruhig einfach mal alle Fragen hier, die du hast.

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05.12.2013 19:24 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
ArthurDent
Grünschnabel


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Das wäre so die grobe Struktur, wenn dir noch was einfällt, schreib es ruhig dazu, ich nehm so viel ich kriegen kann Augenzwinkern Danke.

1. Was ist das? (was macht man da?)
2. Warum machst du das?
3. Wie & Was? (beispielhafter Tagesablauf, Arbeitsplatzbeschreibung o. ä.)
4. Ausbildung
- Uni/FH/Ausbildung/?
- Dauer
- Geld während Ausbildung
5. Voraussetzungen
6. Was gefällt/misfällt _dir_ am Beruf
7. Klischees
8. Arbeitsbereiche
9. Belastungen
10. Aufstiegschancen / Entwicklungsmöglichkeiten
11. Gehalt

Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von ArthurDent: 06.12.2013 20:25.

06.12.2013 20:25 ArthurDent ist offline Beiträge von ArthurDent suchen Nehmen Sie ArthurDent in Ihre Freundesliste auf
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Was ist das? Was macht man da?

Zum Einen ist man Entwickler (etwas abwertend "Programmierer"), als Consultant ist man allerdings auch beratend angestellt, d.h. man unterstützt den Kunden dabei, wie die Applikation aufgebaut wird, entwickelt Lösungen für allerlei Probleme etc.

Warum macht du das?

Weil's Spaß macht. Augenzwinkern
Ich programmiere seit meiner Kindheit und mir wurde während meines (Mathematik-)Studiums relativ klar, dass ich in die Softwareentwicklung möchte. Dass ich ins Consulting kommen würde dachte ich dabei zwar noch nicht, hat dem aber keinen Abbruch getan.
Jetzt, wo ich dabei bin, bleibe ich eben dabei, weil es mir viel Spaß bereitet. Man entwickelt auf einem hohen Niveau Software und darf auch selbst mitbestimmen, statt nur dumpf runterzutippen, was irgendjemand festgelegt hat.

Wie & Was?

Ganz konkret bin ich derzeit bei einem der großen namhaften Mobilfunkanbieter im Einsatz (den Namen darf ich leider nicht verraten) und bin dort einer von ca. 20 Entwicklern, welche die Kernapplikation für den Prepaid-Bereich entwickeln. Unsere Applikation bedient daher ein Kundenspektrum im zweistelligen Millionenbereich.
Typischerweise beginnt mein Tag damit, dass ich zum Arbeitsplatz komme und meine Entwicklungsumgebung hochfahre (virtuelle Maschinen, …). Nebenbei lese und beantworte ich schonmal E-Mails und schaue in unser projektinternes Portal, ob es interessante Neuigkeiten gibt.
Danach wende ich mich meist der Aufgabe zu, die ich am Vortag schon angefangen habe (oder fange eben eine neue an), sprich: es wird entwickelt. Vormittags hat unser Team (die 20 Leute sind in mehrere Teams á ca. 6 Leute aufgeteilt) das sog. "Standup", ein 15-Minuten-Meeting, das man jeden Tag hält, wenn man Scrum betreibt. Dabei werden auch etwaige Probleme angesprochen. Danach wende ich mich wieder der Entwicklung zu, sei es das Implementieren neuer Features oder das Fixen von Bugs. Nebenbei werden natürlich immer wieder auch E-Mails geschrieben, Fragen von Kollegen beantwortet, selber Fragen an Kollegen gestellt etc.
Je nachdem, was für ein Tag es ist, gibt es eine ganze Menge Meetings, die ich besuchen kann oder muss: Das können "Schätz-Meetings" sein, in denen man zukünftige Themen abschätzt, oder eben auch andere Meetings.
Und dann gibt es natürlich noch Tage, an denen man auf Fortbildungen oder Konferenzen ist, so war ich zB letztes Wochenende für eine Konferenz in Paris.

Der Arbeitsplatz ist sehr angenehm: Natürlich bekommen wir Laptops und Handys von der Firma gestellt, dazu eigentlich allerlei technisches Equipment, was man benötigt (Monitore, Softwarelizenzen und andere Dinge). Jeder sitzt an seinem eigenen Schreibtisch, es gibt (kostenlos) Getränke und Süßigkeiten, man hat ein Whiteboard an dem alles Organisatorische hängt etc.
Unsere Firma hat zudem jeden zweiten Freitag einen speziellen Tag, an dem alle Mitarbeiter in die Firma kommen und nicht für das Kundenprojekt arbeiten, sondern Vorträge halten oder besuchen können, Bücher lesen können oder sich sonstwie privat mit Themen beschäftigen können. Im Sommer wird dann auch gegrillt, im Winter geht man halt gemeinschaftlich auswärts essen.
Summa summarum: Eine super angenehme Atmosphäre mit netten Kollegen und ein gut ausgerüsteter Arbeitsplatz der keine Wünsche offen lässt.

Ausbildung

Ich habe Mathematik mit Nebenfach Informatik studiert (Uni). Zur Firma bin ich schon nach meinem Bachelor-Abschluss gekommen, was ziemlich ungewöhnlich für die FIrma ist (> 90% der Mitarbeiter haben Doktortitel und/oder promoviert). Angefangen habe ich als Praktikant für drei Monate, es war aber trotzdem schon recht klar, dass ich auch fest anfangen würde.
Das Studium hat für mich die typischen 6 Semester gedauert, also 3 Jahre. Bezahlt habe ich das mit einem Studienkredit. Augenzwinkern Um auch etwas Geld einzunehmen habe ich während des Studiums vor allem als Tutor im Studienkreis Nachhilfe gegeben.

Voraussetzungen

Programmierkenntnisse – erstaunlicherweise nicht. Programmieren kann man lernen; schaden tun sie aber natürlich auch nicht. Wichtig ist aber, dass man was im Kopf hat und zeigen kann, dass man abstrakte Probleme verstehen und richtig angehen kann. Das bringen Mathe-/Physik-Studium typischerweise mit sich. Dann zählt natürlich auch noch, dass man charakterlich gut zur Firma passt.
Bewerbungsgespräche sind bei uns in der Regel etwa vier Stunden lang und neben dem Bewerber sind noch 3–5 Leute anwesend. Klingt zwar beängstigend, die Atmosphäre ist aber ziemlich locker und man hat durchaus Spaß zusammen.

Wichtig ist auch, dass man in der Lage ist, qualitativ zu arbeiten. Wir sind gutbezahlte Fachkräfte, die mit Billigprogrammierern aus Indien und Co konkurrieren. Unsere Firma steht für eine hohe Qualität, sprich: wartbarer, lesbarer Code, automatisierte Tests und Dokumentation.

Was gefällt/missfällt dir am Beruf?

Wenn wir etwas aus gutem Grund wollen, bekommen wir es auch. Die tolle Atmosphäre in unserer Firma sorgt auch dafür, dass wir technische Spielereien einfach mal ausprobieren dürfen. Kostenlose Verpflegung ist natürlich auch super.
Ich sage all dies insbesondere, weil ich während der Schule auch andere Jobs gemacht habe – da ist es üblich, viel unter Stress zu stehen, vom Chef einen Einlauf zu bekommen etc. pp. Ich kenne also beide Welten durchaus.

Mir gefällt aber auch die Professionalität, die dahintersteht. Man wird nicht vom Chef dumm angemault, sondern wenn überhaupt konstruktiv kritisiert. Wir haben als Consultants und Team aber auch regelmäßig über verschiedene Kanäle die Möglichkeit, selbst Kritik zu üben und Dinge anzusprechen, die uns nicht gefallen – dabei geht es meist um sehr spezifische Details, sozusagen "Erste-Welt-Probleme". Jedenfalls wirkt es so meistens auf Außenstehende. Uns behindern diese Dinge mitunter natürlich durchaus, darum sprechen wir sie ja auch an. Und wenn man im Hinterkopf hat, was x Entwickler den Kunden so pro Tag kosten, dann werden auch kleine Probleme schnell mal teuer.

Mir macht natürlich auch das Projekt selbt Spaß. Ich bin seit ca. einem Jahr dabei und wir haben wahnsinnig viel gerissen, was auch beim Kunden sehr positiv ankommt. Es macht Spaß, am Erfolg einer derart großen und wichtigen Applikation beteiligt zu sein. Es macht Spaß, neue Features zu implementieren und ein paar Monate später in den Nachrichten etwas dazu zu lesen.

Was mir missfällt? Wirklich sehr, sehr wenig. Wenn es etwas gibt, wird es kommuniziert und korrigiert. Projektspezifisch würde ich sagen, dass unser Kunde als großer, internationaler Konzern ziemlich festgefahrene Prozesse hat, die manchmal ziemlich nervig sind. Wir müssen manchmal ziemlich nervige Tools benutzen und einen ganzen Haufen Dokumentation schreiben, die sowieso keiner liest. Aber letztlich ist es trotzdem nur ein kleiner Teil. Augenzwinkern

Klischees

Das des Nerds mit fettigen Haaren, der im dunklen Zimmer auf Tasten haut und fiese Hacks schreibt.
Wir arbeiten in einer professionellen Atmosphäre, die meisten bei uns sind glücklich verheiratet und haben oft Kinder, viele sind Sportler und sehr extrovertiert. Und fiese Hacks schreibt auch keiner, wobei wir durchaus Leute haben, die sowas tun könnten.
Nerds sind dennoch durchaus viele: Wenn man HdR-, Star-Wars- oder Rollenspielfan ist, findet man bei uns viele Gleichgesinnte. Augenzwinkern

Arbeitsbereiche

Kannst du die Frage präzisieren? Da kann ich mir spontan keine Antwort einfallen lassen. smile

Belastungen

Man hat natürlich den allgegenwärtigen Druck, dass man an einem System arbeitet, das Millionen von Menschen erreicht. Wir haben aber jede Menge Qualitätssicherungsmechanismen, dass Fehler sich nicht bis in die echte Welt durchsetzen können.
Funktionieren tut das aber, natürlich, nicht immer. Ziemlich gut, aber nicht immer. Ich habe selbst schon dafür gesorgt, dass das Produktionssystem für einige Stunden lang teilweise komplett stand. Cool ist das nicht und natürlich löst sowas einen gewissen Ärger aus. Dennoch: Es wird nicht mit Fingern gezeigt, es wird nicht rumgeschrien etc. Aber es muss natürlich gewährleistet werden, dass sowas nicht wieder passiert.

Jeglicher Belastung wird immer proaktiv gegengesteuert. Zum Einen werden die Teams explizit gefragt, zum anderen kann man selbst immer Probleme "nach oben" tragen. Und dann werden sie gelöst, bevor sie zu echten Problemen werden. Die Belastung hält sich meistens also sehr im niedrigen Bereich.
Stressig kann es vor allem kurz vor wichtigen Terminen werden, wenn man gewisse Dinge unbedingt fertigbekommen muss. Gute Planung im Voraus verhindert aber auch sowas effektiv.

Karrieremöglichkeiten

Unsere Firma hat eine sehr flache Hierarchie. Ich bin, wie jeder, der anfängt, Software Consultant. Danach kann man Senior Consultant werden. Wer mag, kann noch weiter zum Prinicpal Consultant. Danach gibt es nur noch "Partner", als "Teil-Chef" des Unternehmens. Gehälter sind aber nicht gezwungenermaßen von der Jobbezeichnung abhängig, sondern von dem, was man geleistet hat.
Im Wesentlichen unterscheiden sich diese Bezeichnungen vor allem in dem, was vom Mitarbeiter erwartet wird. Dementsprechend ist aufsteigen optional, denn nicht jeder will die Verpflichtungen eines Prinicpal Consultants wahrnehmen.
Am Beförderungsprozess ist bei uns ein großer Teil der Firma beteiligt. Es ist gewissermaßen eine Community-Entscheidung.

Gehalt

Über sowas soll man nicht sprechen. Ich weiß, das ist irgendwie doof, aber so ist das nunmal. Augenzwinkern Schlecht ist es aber nicht, soviel kann man vielleicht sagen. Zahlen findet man in Statistiken vermutlich besser.

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So, das war eine Menge Text. Wenn noch mehr Fragen aufkommen, nur zu.

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Airblader: 07.12.2013 16:04.

06.12.2013 21:26 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
ArthurDent
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Wow, erstmal vielen Dank für die ausführliche Antwort!

Mit Arbeitsbereichen meinte ich was es so für Spezifikationen es gibt, siehe Arzt : Zahn, Internist, Kinder etc.

Hört sich echt interessant an, was du da machst, schade, dass du keine details ausplaudern darfst! Augenzwinkern
07.12.2013 23:09 ArthurDent ist offline Beiträge von ArthurDent suchen Nehmen Sie ArthurDent in Ihre Freundesliste auf
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Ich darf zu diversen Dingen schon ein bisschen ins Detail gehen. Nur wenn es um firmen- oder kunden-/projektinterne Details geht muss ich etwas abbremsen. Verträge sind Verträge. Augenzwinkern

Zu den Arbeitsbereichen fällt mir momentan nicht so wirklich was ein. Ich würde eher sagen, dass der Software Consultant schon eher ein spezieller Bereich ist. Wir setzen die Leute natürlich durchaus verschieden ein (Entwickler, Analysten, "Manager" (Scrum-Master, Product Owner, …), Infrastruktur, …), aber das sind entweder projektspezifische oder sehr flexible Rollen.

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07.12.2013 23:50 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
ed209
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Das Berufsbild des Softwareentwicklers kann sich von Job zu Job sehr stark unterscheiden.
Software die auf einem PC, oder Handy laeuft hat nunmal ganz andere Anforderungen und schwierigkeiten als Software die in einem Flugzeug laeuft. (Wenn der PC abstuerzt ist es nicht ganz so aergerlich).

Dann gibt es Software die als Produkt vermarktet wird ( die man online oder im Ladenregal kaufen kann), Software die als Dienstleistung fuer einen einzelnen Kunden geschrieben wird, oder Software die man fuer den eigenen Betrieb schreibt.

Entsprechend gibt es neben dem generellen Informatik-Studium noch verschiedene Unterarten, die verbreitetste ist wohl das Wirtschaftsinformatik-Studium.
Wirtschaftsinformatiker werden mehr auf die betriebswirtschaftliche Sicht geschult.

Die 'normalen' Informatiker spezialisieren sich meistens innerhalb ihres Studiums auf einen speziellen Weg, aber das ist nicht fest genormt.
Typische Berufsfelder sind eingebette Systeme ( Computer in Fahrzeugen, Maschinen, Mikrowellenherden, also alles was nicht unbedingt nach aussen auffaellt), Anwendungsentwicklung ( Programme die nachher auf Windows, Linux, Android laufen und schicke Benutzeroberflaechen haben) oder Webentwicklung.

In den verschiedenen Bereichen werden meist unterschiedliche Programmiersprachen bevorzugt und viele Jobs werden fuer Entwickler mit Kenntnissen in einer bestimmten Programmiersprache ausgeschrieben.

Gruss,
ED
08.12.2013 18:24 ed209 ist offline E-Mail an ed209 senden Beiträge von ed209 suchen Nehmen Sie ed209 in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von ed209
Das Berufsbild des Softwareentwicklers kann sich von Job zu Job sehr stark unterscheiden.
Software die auf einem PC, oder Handy laeuft hat nunmal ganz andere Anforderungen und schwierigkeiten als Software die in einem Flugzeug laeuft.


Ich kann da zwar nur für unsere Firma sprechen, aber dem kann ich nicht zustimmen. Ja, jedes Projekt hat andere Anforderungen – das gehört mich mich aber zum Bild des Entwicklers, nicht zum Bild verschiedener "Typen" Entwickler. Wobei ich damit nicht sagen möchte, dass jemand, der ein guter Webentwickler ist automatisch auch alles andere kann. Die Skills unterscheiden sich sicherlich, aber das Berufsbild?
Vielleicht ist das aber auch nur eine Defintionsfrage. smile

Der letzte Absatz scheint mir auch Freelancer-spezifisch zu sein und nicht auf Firmen zuzutreffen. Da ich mit Akquise und Management nichts zu tun habe, weiß ich das aber nicht wirklich.
Wir hatten aber z.B. diesen Monat einen Ramp-Up um zwei Entwickler. Keiner von beiden kann Java oder kennt sich mit Datenbanken aus, dennoch wurden sie genommen – und ich weiß, dass unser Kunde jeden Mitarbeiter genau anschaut und einzeln absegnet. An den Fertigkeiten mit Java kann es also nicht gelegen haben. Augenzwinkern

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Dieser Beitrag wurde 2 mal editiert, zum letzten Mal von Airblader: 08.12.2013 20:09.

08.12.2013 19:54 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
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Hi

@AirBlader

Trotzdem sind die Felder sehr unterschiedlich. In der Web-Entwicklung gelten wesentlich andere Anforderungen an Fehlertoleranz usw. als für jemanden, der Software für Flugzeuge oder sogar Kernkraftwerke entwickelt. Du kannst nicht ohne Weiteres einen Web-Entwickler Mikrocontroller programmieren lassen und umgekehrt. Ich denke das lässt sich gut auf viele Bereiche erweitern....

Leute werden trotz fehlender Qualifikation eigentlich immer nur dann genommen, wenn sie Interesse zeigen und auf Grund ihrer Vorraussetzungen vermutlich gut mit dem Thema zurecht kommen. Außerdem ist es billiger jemanden zu nehmen, der Dinge noch nicht kann und diesen zu formen, anstatt einen ausgewiesenen oder selbsternannten Experten vom Markt zu nehmen. Da spielt das Thema Gehaltsverhandlung sicher auch eine Rolle.

Gruß,

Karlito
08.12.2013 20:09 Karlito ist offline E-Mail an Karlito senden Beiträge von Karlito suchen Nehmen Sie Karlito in Ihre Freundesliste auf
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Zitat:
Original von Karlito
Du kannst nicht ohne Weiteres einen Web-Entwickler Mikrocontroller programmieren lassen und umgekehrt.


Ja, das stimmt schon (habe ich auch nochmal reineditiert) – ist für mich halt dennoch das selbe Berufsbild. Aber, wie gesagt, das ist gewissermaßen einfach eine Definitionsfrage.

Zitat:
Leute werden trotz fehlender Qualifikation eigentlich immer nur dann genommen, wenn sie Interesse zeigen


Das kann ich in unserem Fall 100% ausschließen. Das juckt ein Großunternehmen die Bohne, ob unser Neuling Interesse zeigt (in der Regel wissen die noch nichtmal, bei welchem Kunden sie im Gespräch sind, weil die Diskussion lange im Voraus beginnt).

Zitat:
und auf Grund ihrer Vorraussetzungen vermutlich gut mit dem Thema zurecht kommen.


Lebenslauf und Abschluss spielen sicherlich eine Rolle, ja. Das ist ja auch der Grund, warum wir Leute auch ohne Programmiererfahrung überhaupt einstellen: Wer in Physik promoviert, der hat auch die nötige Portion Hirn, um Java zu lernen. Augenzwinkern

Zitat:
Da spielt das Thema Gehaltsverhandlung sicher auch eine Rolle.


Damit hatte es garantiert etwas zu tun, Geld ist halt allgegenwärtig. Augenzwinkern Zumal der Kunde ja deutlich mehr als nur das Gehalt für den Mitarbeiter bezahlen muss.

Ich denke ein Stück weit liegt es auch daran, dass wir das Projekt schon länger machen und uns durch Transparenz und gute Arbeit beim Kunden viel Vertrauen geschaffen haben. Wenn es dann noch (relativ) günstig ist und der Typ was in der Birne hat, dann ist wohl auch der Kunde glücklich.

Mein eigentlicher Punkt war auch eher der, dass Jobs nur dann mit gewissen Programmiersprachenvoraussetzungen ausgeschrieben werden, wenn es sich um einzelne Jobs handelt. Das kann die Suche nach direkt Angestellten sein (zB wenn wir neue Leute suchen), oder wenn Freelancer für eine Beauftragung gesucht werden.
Wenn aber die Kunden ausschreiben, dann ganze Projekte und nicht einzelne Jobs. Und das dann auch nicht allzu öffentlich.

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08.12.2013 20:56 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
ArthurDent
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Eure kleine Diskussion hat noch ein paar Fragen bei mir beantwortet, danke Augenzwinkern

@Airblader, könntest du mir noch sagen wie lang du schon bei deinem Mobilfunkriesen (Telekom, O2 Telefonica?) arbeitest? Und wenn du mir deinen Namen und ne emailladdresse o. ä. per pm schicken könntest, wär das toll. Möchte mir nur ungern ein 'äh, ein mitarbeiter aus einer kollaboration von meinem dad mit ner andren Firma' aus den Fingern saugen müssen, wenn mein Lehrer nach meiner Kontaktperson fragt.

Danke!
08.12.2013 21:12 ArthurDent ist offline Beiträge von ArthurDent suchen Nehmen Sie ArthurDent in Ihre Freundesliste auf
ed209
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Zitat:

Die Skills unterscheiden sich sicherlich, aber das Berufsbild?
Vielleicht ist das aber auch nur eine Defintionsfrage. smile

Lass uns nicht um Details feilschen, ich versuch nur verschiedene Aspekte zu beleichten

Zitat:

Der letzte Absatz scheint mir auch Freelancer-spezifisch zu sein und nicht auf Firmen zuzutreffen. Da ich mit Akquise und Management nichts zu tun habe, weiß ich das aber nicht wirklich.


Das ist ueberhaupt nicht Freelancer-spezifisch. Aber wenn Du nach Entwickler Jobs suchst, dann steht da meisten konkret eine Anfoderung nach einer bestimmten Programmiersprach und Technoloige mit dabei.

Ein paar beispiele von http://www.heise.de/jobs/

PHP-Anwendungsentwickler - Inhouse (m/w)
Wir suchen Java Entwickler e-Commerce /
hybris (m/w)
Software Developer C++ Mobile (m/w)
Senior Web Developer (m/w) PHP/Javascript

Fuer die Positionen die mehr Richtung Management gehen ist die Sprache dann eher unwichtig, aber Erfahrung im Problembereich eher eine Anforderung.

Gruss,
ED
08.12.2013 23:11 ed209 ist offline E-Mail an ed209 senden Beiträge von ed209 suchen Nehmen Sie ed209 in Ihre Freundesliste auf
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@ ed209

Ja, ein Entwickler auf einer Suche nach überhaupt einem Job wird oft nach Sprache ausgesucht. Mir ging es darum, dass dies nicht zutrifft für Kunden, die nicht auf der Suche nach Mitarbeitern sind, die sie einstellen können, sondern die eine Beauftragung zu vergeben haben. Allerdings hatte ich da deine ursprüngliche Aussage falsch gelesen, also so oder so meine Schuld für ein Missverständnis meinerseits. Sorry. Augenzwinkern

@ ArthurDent

Ich bin seit ziemlich genau einem Jahr dort. Welcher es ist darf ich trotzdem nicht verraten. Augenzwinkern PN geht gleich raus.

Edit: Ich kann dir irgendwie keine PN schicken. Meinen Namen findest du hier und meine E-Mail-Adresse ist admin (at) airblader (dot) de.
Übrigens, nur zur Klarstellung, ich arbeite nicht für das Mobilfunkunternehmen – das ist nur das Kundenprojekt, auf dem ich bin. Ich arbeite für eine IT-Consulting-Firma, die von diesem Unternehmen beauftragt ist. Augenzwinkern

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Dieser Beitrag wurde 3 mal editiert, zum letzten Mal von Airblader: 09.12.2013 06:16.

09.12.2013 06:07 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
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Ich würde noch gern was zum Alltag/den Voraussetzungen ergänzen:

Man muss natüUlich nicht nur selber entwickeln, sondern auch den Code der Teamkollegen reviewen – ohne bestandenes Code Review kommt bei uns nichts in Produktion.
Dazu gehört dann also auch, dass man mit Kritik gut umgehen kann. Sei es ein grober Schnitzer der zu einem Bug geführt hätte oder auch nur etwas Banales wie ein Tippfehler.
Nach allen Erfahrungen im Internet haben damit viele Leute ein großes Problem und reagieren beleidigt, wenn man sie auf kleine oder große Fehler hinweist. Nicht, dass man jedem Einwand sofort nachgeben muss – beide Seiten müssen natürlich notfalls entspr. argumentieren können.

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Dieser Beitrag wurde 1 mal editiert, zum letzten Mal von Airblader: 09.12.2013 08:24.

09.12.2013 07:39 Airblader ist offline Beiträge von Airblader suchen Nehmen Sie Airblader in Ihre Freundesliste auf
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Hey, wollt mich zum Schluss nochmal melden und Danke sagen. Ihr habt mir sehr geholfen, hab mein Referat gehalten und auch ne gute Note bekommen smile
20.12.2013 12:21 ArthurDent ist offline Beiträge von ArthurDent suchen Nehmen Sie ArthurDent in Ihre Freundesliste auf
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